Die PSB Backnang ist Teil des Caritas-Zentrums in Backnang und besteht schon seit über 40 Jahren. PSB steht für Psycho-Soziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchterkrankte.
Das Team, bestehend aus Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Suchttherapeut*innen, unterliegt der Schweigepflicht. Somit werden alle Gespräche sehr vertraulich behandelt. Für die Mitarbeitenden spielen verschiedene Gesetze, Vereinbarungen und Rechte eine besondere Rolle, wie z.B. die Datenschutzrichtlinien, welche die berufliche Schweigepflicht und das Zeugnisverweigerungsrecht beinhalten.
Bei Problemen mit Alkohol, Cannabis, Tabak, illegalen Drogen, Medikamenten, Glücksspiel, Essen, Medien bzw. problematischem Videospielverhalten und weiteren Themen steht die PSB mit kostenlosen Beratungsgesprächen gerne zur Verfügung. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man selbst betroffen, Bezugsperson oder Angehörige*r ist, jemanden kennt oder sich informieren möchte. Hier ist der Raum für Aufklärung über Themen rund um Suchtgefährdung und Abhängigkeit, und um das passende Hilfsangebot zu finden. Ein großer Bestandteil der Suchthilfe ist die zieloffene Beratung für Menschen mit einer Suchtproblematik, in der die Anliegen der betroffenen Personen im Gespräch offengelegt werden können. Zieloffen bedeutet, dass Personen kein genaues Ziel, wie z.B. Abstinenz oder Konsumreduktion, vor Augen haben müssen. In der Beratung ist Platz für alle Themen. Oft führt die Beratung zu einer Rehabilitationsbeantragung. Diese besteht aus verschiedenen Anträgen, die von der betreffenden Person und einem Arzt ausgefüllt werden müssen. Zu einem Rehabilitationsantrag gehört auch der Sozialbericht, der von der beratenden Person gemeinsam mit der betreffenden Person ausgefüllt wird. Dabei geht es um das Konsumverhalten und das Leben des betroffenen Menschen.
Weitere Angebote, wie ambulante Rehabilitation bei Alkohol- oder Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit, Nachsorge nach einer Therapie, psychologische Begleitung für substituierte abhängige Menschen, Prävention unter anderem in Schulklassen und Betrieben, und die Motivation, Begleitung und Vorbereitung einer Rehabilitation oder Therapie, stehen allen kostenlos zur Verfügung. Kostenpflichtige Angebote, wie der Rauchfrei-Kurs und die MPU-Vorbereitung können ebenfalls gerne in Anspruch genommen werden.
Der Rauchfrei-Kurs wird professionell geleitet und basiert auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Er findet in 7 Gruppentreffen abends statt. Außerdem gibt es 2 individuelle Telefonberatungsgespräche. Es können maximal 12 Personen teilnehmen und einen Teil der Kosten kann von der Krankenkasse übernommen werden.
Wenn man eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) machen muss, um seinen Führerschein zurückzubekommen, ist es sehr hilfreich einen MPU-Vorbereitungskurs zu absolvieren. Dieser gibt keine Garantie für eine Wiedererlangung des Führerscheines. Man kann sich auch erst kostenlos in der Beratungsstelle zu diesem Thema beraten lassen. Der MPU-Vorbereitungskurs hilft, seine eigenen Probleme zu erkennen und sein Verhalten zu ändern. So können die besten Voraussetzungen geschaffen werden, um die MPU zu bestehen. Der MPU-Vorbereitungskurs wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.
Donnerstags findet immer die offene Sprechstunde von 15 bis 17 Uhr statt. Hier kann man ohne Termin mit seinen Anliegen und Fragen vorbeikommen.
Neben der PSB gibt es auch Horizont. Horizont ist eine niederschwellige Jugend- und Drogenhilfe im Rems-Murr-Kreis speziell für Menschen unter 28 Jahren und deren Angehörige. Hier wird außerdem aufsuchend gearbeitet. Das bedeutet, dass die Fachkräfte zu den Plätzen, an denen sich die unter 28 Jährigen aufhalten, kommen. Dies kann gemeinsam mit der Mobilen Jugendarbeit stattfinden. Um in Kontakt mit Jugendlichen zu kommen, kann ein gemeinsamer Stand auf Festen aufgebaut werden oder die Suchthilfe-Fachkräfte treffen beim gemeinsamen Streetwork mit der Mobilen Jugendarbeit Jugendliche. So sollen Hemmschwellen abgebaut und die Jugendlichen informiert werden, dass sie sich bei Bedarf oder Interesse an die Suchthilfe wenden können.
Die Arbeit mit allen Beteiligten, sowohl in der PSB als auch bei Horizont erfolgt freiwillig, vertraulich und kostenlos.
- Alkohol als Suchtmittel – Trinken ab 14?
- FASD
- Konsumreduktionsprogramme in der Suchtberatung
- Die vergessenen Kinder – darüber redet man, oder?
- Kreisdiakonieverband Rems-Murr-Kreis
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