Diese wird im Anschluss an eine stationäre oder teilstationäre Sucht-Rehabilitation vom Kostenträger bewilligt. Sie dauert in der Regel ein Jahr und umfasst 20 Einzel- oder Gruppentermine. Auch Angehörige können punktuell einbezogen werden. Es gilt dabei, an den Prozess, den jemand in der Klinik durchlaufen hat, anzuknüpfen. Oft stellen die Teilnehmenden dabei fest, dass es „unter der Käseglocke“ der Klinik einfacher war, sich Problemen zu stellen und die Abstinenz zu halten. Im Alltag wird oft deutlich, dass sich am „Drumherum“ kaum etwas verändert hat: Die Chefin ist vielleicht immer noch sehr fordernd, der Partnerin oder dem Partner fällt es schwer, Vertrauen zu entwickeln, möglicherweise gibt es auch Altlasten aus der Suchtzeit wie den Verlust des Arbeitsplatzes, körperliche Einschränkungen, Führerscheinverlust, Schulden. Es gilt dann Schritt für Schritt, Gelerntes umzusetzen, Frustrierendes auszuhalten, sich klar zu machen, wofür sich die Aufrechterhaltung der Abstinenz trotz allem lohnt, sich Unterstützung zu suchen, Anstehendes zu regeln…
So erhalten die Teilnehmenden sowohl Rückenstärkung als auch Hilfe, die Dinge gut zu reflektieren als auch Unterstützung bei der Umsetzung von Veränderungen. Bei Bedarf können auch zusätzliche Hilfen angeleiert werden. Bei Suchtdruck oder Rückfall geht es darum, wieder an den eigenen Fähigkeiten anzuknüpfen und die Motivation zum Dranbleiben neu zu stärken.
Literatur- und Quellenverzeichnis:
- Was ist Suchtnachsorge?
- Internationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende
- Naloxon
- Kontrolliertes Trinken/ Kontrollierter Substanzkonsum – Informationsabend
- Kontrolliertes Trinken/ Kontrollierter Substanzkonsum – Gruppenangebot
Abhängigkeit Alkohol Angebot Angehörige Behandlung Beratung Betroffene Cannabis Drogen Entkriminalisierung Essstörungen Folgen Gesundheit Hilfeangebot Hilfesystem Jugendschutz Kinder Kinder und Jugendliche Konsumreduktion Krisen Kurs MPU Nikotin Prävention Schwangerschaft Snus Sucht Suchtberatung Tabak Vapes